Äthiopien

Äthiopien ist ein ostafrikanischer Staat. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, den Südsudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Quadratkilometern (ca. dreimal so groß wie Deutschland) leben knapp 100 Miilionen Menschen. Das Land hat eine uralte Geschichte, die hierzulande viel zu wenig bekannt ist. Äthiopien ist der älteste durchgehend unabhängige und heute noch bestehende Staat Afrikas. Die Bezeichung "Äthiopien" stammt von den Griechen und bezeichnete den damals ein größeres Gebiet als heute (fast das ganze damals bekannte Afrika). Judentum und Christentum haben eine uralte Geschichte in Äthiopien. Auch der Islam ist vertreten. Die Rastafari-Bewegung (bekannt durch Bob Marley) sieht den letzten äthiopischen Kaiser als Messias an. In Äthiopien leben verschiedene Ethnien. Das macht die Lösung der Probleme des Landes nicht unbedingt leichter. In den letzten Jahren gab es allerdings Hoffnungszeichen: Wirschaftswachstum, Reformen und sonstige Verbesserungen ...

Erst Friedensnobelpreis, dann ...

Nicht zuletzt sind diese Entwicklungen mit dem aktuellen Präsidenten Abiy Ahmed verbunden, der aufgrunde des historischen Friedensschlusses mit dem Nachbarn Eritrea den Friedensnobelpreis bekommen hatte. Nun aber gibt es seit Monaten blutige Auseinandersetzungen in der Region Tigray zwischen Regierungstruppen und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), bei der wahrscheinlich schon Zehntausende Zivilisten getötet und noch mehr vertrieben worden sind. Auch die Nachbarländer Eritrea und Sudan sind mehr oder weniger offensichtlich in den Konflikt verwickelt. Wer sich genauer informieren will, findet hier viele Artikel!

Partnerschule des JSG in Äthiopien

Seit vielen Jahren steht das JSG in Verbindung zu einer Schule in Äthiopien. Immer wieder sind Spendengelder dorthin geflossen und immer wieder haben Menschen von dort über den Forschritt der Arbeiten berichtet. Zeugnisse dieser langjährigen Zusammenarbeit finden sich auch im Internet. Besoners interessant war dieses Projekt aus dem Jahr 2013.

Die DAHW in Äthiopien

„Bisidimo“ war das erste Hilfsprojekt der DAHW: Hier wurde ab 1957 ein Lepra-Hospital für die Menschen im zentralen Osten Äthiopiens nahe der Stadt Harer gebaut. Dieses neue Krankenhaus am Bisidimo River war von Beginn an Dreh- und Angelpunkt der Lepra-Arbeit der DAHW, aus dem ganzen Land strömten an Lepra erkrankte Menschen dort hin. Viele haben sich nach ihrer Behandlung dort angesiedelt, weil sie aus ihren Dörfern verstoßen worden waren. Der über die Zeit entstandene Ort Bisidimo hat heute mehr als 10.000 Einwohner*innen. Das ursprüngliche Lepra- Hospital ist heute ein allgemeines Krankenhaus, das die gesamte Region medizinisch versorgt, sowie ein wichtiges Referenzhospital für Lepra im Land.

Ein wichtiger Partner der DAHW ist das nationale Kontrollprogramm für Lepra und Tuberkulose. Mit diesem unterstützt die DAHW die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal in den Gesundheitsposten, um insbesondere die Früherkennung von Lepra und TB zu verbessern. Denn eine späte Diagnose kann bei Lepra zu schweren Behinderungen führen und bei Tuberkulose-Patient*innen zur Ansteckung im (familiären) Umfeld. Daneben erhalten Menschen, die bereits mit Spätfolgen der Lepra leben müssen, gezielte Unterstützung, beispielsweise durch den Aufbau von Selbsthilfegruppen. Daneben trägt die DAHW zur Finanzierung des All Africa Leprosy Tuberculosis and Rehabilitation Training Centre (ALERT) in Addis Abeba bei: Dort werden Mitarbeiter*innen aus vielen weiteren Ländern für die Lepra- und TB-Arbeit ausgebildet.

Wo man nicht viel hat, muss man kreativ werden. Warum also nicht ein paar tolle upcycling Ideen ausprobieren. 

 

z.B. ein Ball aus Papier, Plastik und Gummie? Bastelanleitung Ball

 

Entfernung von Karlstadt: 
rund 25500km